01.12.2016: Nächste Attac-Versammlung in St. Vith am 7. Dezember

Wir treffen uns im Café Patchwork um 20 Uhr in der Bleichstraße. Thema der Versammlung wird u. a. TiSA sein. Herzliche Einladung an alle Interessierten!

01.12.2016: Was ist TiSA?

Das Dienstleistungsabkommen TiSA ist der breiten Öffentlichkeit noch kein Begriff. Grundlegende Infos zum geheim verhandelten Abkommen gibt es hier:

http://www.swr.de/marktcheck/freihandelsabkommen-fuer-dienstleistungen-tisa-der-boesere-bruder-von-ttip-und-ceta/-/id=100834/did=18548358/nid=100834/164pvrq/
http://www.wienerzeitung.at/858519

01.12.2016: Das Interview des Jahres: Der ukrainische Ex-Premier Asarow und die andere Geschichte des Konflikts in der Ukraine

Außenpolitik gehört eigentlich nicht zum Core-Business von Attac. Allerdings ist Außenpolitik de facto sehr stark von ökonomischen Interessen geleitet. Daher verweisen wir auf dieses bemerkenswerte Interview mit dem ehemaligen Premierminister der Ukraine, Nikolai Asarow. Klar, der Mann vertritt eine eigene Agenda. Dennoch ist das Gesagte sehr interessant. Thema ist natürlich der Ukraine-Konflikt. Und das EU-Assoziierungsabkommen, das am Anfang der Auseinandersetzungen stand:

Interview mit Asarow

01.12.2016: Das Kapital zum Geburtstag

Vor 150 Jahren erschien 'Das Kapital' von Karl Marx - eine Deutschlandfunk-Sendereihe untersucht seine Brauchbarkeit für das Verständnis unserer Gegenwart. Globalisierung, Automation, Finanzcrash, Klima, Armutsrevolten, Wachstumsschwäche - die multiple Krise der Weltwirtschaft, die wir durchleben, nimmt kein Ende. Warnungen über die explosiv wachsende Ungleichheit und Mutmaßungen über das Ende des Kapitalismus werden schon längst nicht mehr nur von stehengebliebenen Sozialisten, sondern unter den Eliten der Weltwirtschaftsgipfel diskutiert. Grund genug, 'Das Kapital' noch einmal gründlich zu lesen. Sechs Autoren - Soziologen, Publizisten, Politiker, Philosophen - haben das für den Deutschlandfunk getan.

Bisher sind drei Teile erschienen:
Teil eins
Teil zwei
Teil drei

01.12.2016: Finanzmarktreform: neue Broschüre

Finanzinstitute und Regierungen betonen gemeinhin, Regulierungen sollten die Finanzbranche nicht mehr belasten als nötig. Doch die Kernfrage muss lauten: Wie wird das Gemeinwohl wirksam geschützt und gestärkt? Eine neue Broschüre zeigt den hohen Nachholbedarf in der Finanzmarktreform, neue Risiken sowie Wege zu nachhaltigen Finanzmärkten. Sie legt dar, warum Handelsabkommen wie CETA, TTIP und TiSA enorme Reformbremsen sind und den UN-Nachhaltigkeitszielen widersprechen.

Die Hauptbotschaften der Kapitel sind durch Landschaftsbilder unterstrichen.
HIER kann die Broschüre kostenlos heruntergeladen werden:

01.11.2016: D19-20: CETA bleibt ein unausgewogenes Abkommen

Die belgische Allianz D19-20 bewertet CETA nach dem grünen Licht der Wallonie wie folgt:

"Die belgischen Gliedstaaten haben ihr Recht bestätigt, die Anwendung von CETA zu stoppen, wenn der Schiedsmechanismus nicht wirklich in ein öffentliches Gericht reformiert wird oder wenn negative sozialwirtschaftliche oder Umweltauswirkungen festgestellt werden. (.) Was bleibt ist, dass uns in vielen wichtigen Punkten, die uns Anlass zur Sorge geben, in keiner Weise entgegengekommen wurde, zum Beispiel bezüglich der Logik der Negativlisten in Sachen Liberalisierung der Dienstleistungen, der einseitigen Klagemöglichkeit alleine durch Investoren, ohne vorher alle Klagemöglichkeiten nationaler Gesetzgebungen ausgeschöpft zu haben, der Möglichkeiten in Sachen Finanzregulierung oder auch bezüglich Sanktionen im Falle der Verletzung der Arbeitnehmerrechte oder der Umweltnormen. (.) Das Abkommen bleibt im Wesentlichen eine unausgewogene Vereinbarung, die aus undurchsichtigen Verhandlungen hervorgeht.

Die komplette Stellungnahme finden Sie hier

01.11.2016: CETA: Raoul Marc Jennar sieht Infragestellung neoliberaler Logik

Raoul Marc Jennar ist der Experte im frankophonen Sprachraum, wenn es um eine kritische Bewertung internationaler Handelsabkommen geht. Jennar sieht in der durchgesetzten zwölfseitigen Zusatzerklärung Fortschritte und eine Infragestellung der neoliberalen Logik. Nachzulesen ist das unter:
http://www.jennar.fr/2016/10/28/le-texte-belge-soumis-aux-27-autres-etats-et-au-canada/
http://www.jennar.fr/2016/10/28/ceta-que-penser-de-laccord-intra-belges/
Aber es gibt auch andere Meinungen, so z. B. von Phillippe Lamberts, der für Ecolo im Europaparlament sitzt. Er meint, dass die Wallonie nur wenig erreicht hat:
https://www.facebook.com/philippelambertseurope/posts/81884693492353

01.11.2016: Attac-Mitglied Norbert Nicoll mit neuem Buch - Videoteaser

Auf der Frankfurter Buchmesse ist das neue Sachbuch des ostbelgischen Autors Norbert Nicoll vorgestellt worden. Der Titel: "Adieu, Wachstum! Das Ende einer Erfolgsgeschichte". Zentrales Thema ist der Zielkonflikt zwischen Wirtschaftswachstum und Nachhaltigkeit.
Zum Buch gibt es einen gut gemachten Videoteaser: https://vimeo.com/186143172

01.10.2016: CETA-Kundgebung am Montag (02/10) in Eupen

Auch die DG muss ihre Zustimmung zu CETA geben. Die Mehrheit im Parlament sowie die DG-Regierung haben zwar vorsichtige Skepsis gegenüber CETA geäußert, aber auf nationaler Ebene bisher nicht gegen CETA Position bezogen. Die DG ist zwar klein, könnte aber der Wallonie wertvolle Rückendeckung geben. Um die DG nachdrücklich dazu zu ermutigen, findet am Montag um 15.30 Uhr eine Kundgebung vor dem Parlament in Eupen statt. Aufgerufen zu der Kundgebung hat die belgische Allianz D19-20. Attac DG schließt sich dem Demo-Aufruf an. Je mehr CETA-Kritiker in Eupen sein werden, desto stärker ist das Signal an die DG-Institutionen.
Nachstehend für alle Ortsunkundigen die Adresse des Parlamentes: Parlament der DG, Platz des Parlaments 1 (ältere Navis kennen nur den "Kehrweg", dann bitte Kehrweg 11 eingeben), 4700 Eupen.
Den Demoaufruf gibt es hier: http://www.d19-20.be/ttipceta-genoeg/

01.10.2016: Erfolgreicher CETA-Comic von Attac DG

Unser CETA-Comic wurde bisher in 3 Sprachen (DE-FR-IT) veröffentlicht und in folgenden Ländern genutzt: Belgien, Österreich, Deutschland, Frankreich und Italien. Das GrenzEcho hat die deutschsprachige Fassung am 15.9 abgedruckt. Die drei Fassungen, die absolut rechte- und kostenfrei verwendet werden können - beispielsweise für das Posting in sozialen Netzwerken - unter folgendem Link heruntergeladen werden.
http://ceta.attac-dg.be

01.10.2016: Neue CETA-Studien

Der Zeitpunkt könnte fast nicht günstiger sein. Vor einigen Tagen erschienen zwei neue kritische CETA-Studien. Online gibt es diese unter:
http://www.cepess.be/wp-content/uploads/2016/09/160920.Etude-CETA.Cepess.pdf
https://power-shift.de/wordpress/wp-content/uploads/2016/09/Making-sense-of-CETA_22092016.pdf

01.10.2016: Wes' Geistes Kind ist der belgische Finanzminister Johan Van Overtveldt?

Der belgische Finanzminister Johan Van Overtveldt ist ein Vertreter der Chicagoer Schule, des wichtigsten Stroms des Neoliberalismus. Wer ist dieser Mann? Und welche (gefährlichen) Ideen vertritt er? Thomas Miessen und François Reman klären auf unter
http://www.revue-democratie.be/index.php/economie/1187-le-viva-usa-de-johan-van-overtveldt

01.09.2016: Attac DG erstellt CETA-Comic

In den nächsten Tagen und Wochen wird es in ganz Europa massive Proteste gegen CETA geben. Attac DG wird dazu einen Beitrag leisten. Attac DG hat einen Comic erstellt, der an zahlreiche Kampagnen und Mitstreiterorganisationen verschickt wurde. Den Comic gibt's unter untenstehendem Link und er kann absolut rechtefrei verwendet werden. Auf Wunsch stellen wir gerne auch hochauflösendes Material zur Verfügung.
Link zum CETA-Flyer (Rechter Mausklick auf Link und "Ziel speichern unter..." wählen)

01.09.2016: YouTube-Renner: Rainer Mausfeld und das Schweigen der Lämmer

Viele dürften das Video schon kennen. Der Kieler Psychologieprofessor Rainer Mausfeld fragt, warum der Neoliberalismus derart unsichtbar ist. Herausgekommen ist ein mittlerweile recht bekannter Vortrag, der bei YouTube zu finden ist. Sehenswert! Mehr unter:
https://www.youtube.com/watch?v=QlMsEmpdC0E

01.09.2016: Postwachstum I

Der Jesuit Gäel Giraud ist einer der interessantesten Ökonomen Frankreichs. Der Querdenker und hochdekorierte Akademiker legt in einem vor zwei Tagen erschienenen Beitrag dar, dass ernsthafter Klimaschutz mit weiterem Wirtschaftswachstum nicht einhergehen kann.
Mehr unter:
https://theconversation.com/entre-croissance-du-pib-et-respect-des-engagements-climat-il-faut-choisir-64343 (Text in französischer Sprache)

01.09.2016: Postwachstum II

Wer etwas (mehr) Zeit hat und sich für das Thema des Postwachstums interessiert, sollte sich die neue Ausgabe der Zeitschrift des "Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse" (ITAS) anschauen. Die komplette Ausgabe findet sich online unter
http://www.tatup-journal.de/downloads/2016/tatup162.pdf

01.09.2016: Na sowas: DG-Regierung bewertet Fiskalpakt neu und sieht nun "enorme Probleme"

Das gestrige Grenz-Echo berichtet davon, dass die DG-Regierung eine Neubewertung des Fiskalpakts vorgenommen hat. Ministerpräsident Oliver Paasch sieht nun "enorme Probleme" für die künftigen Investitionen der öffentlichen Hand. Diese Erkenntnis kommt etwas spät. Vor drei Jahren legten wir eine Analyse zum Fiskalpakt vor und präsentierten diese Analyse dem Parlament. Und warnten vor gravierenden Einschnitten im Haushalt. Das PDG stimmte damals dennoch mehrheitlich für die Annahme des Fiskalpakts. Aus heutiger Sicht muss man feststellen: Wir lagen (leider) richtig.

Meldung im Grenz-Echo vom 31.08.16: http://www.grenzecho.net/region/inland/neue-bewertung-von-fiskalpakt (ganzer Artikel ist kostenpflichtig)
Die Kurzfassung unserer Analyse von 2013: http://www.attac-dg.be/com/doc/positionspapier_zum_fiskalpakt.pdf

01.07.2016: Attac DG macht Sommerpause

Auch wir machen Urlaub. Der nächste Newsletter erscheint erst am 1. September. Die nächste Versammlung findet am 31. August um 20 Uhr bei Miteinander Teilen (Judenstraße 29) statt.
Wir wünschen allen erholsame und weniger regenreiche Sommertage in den Monaten Juli und August!

Viele Grüße
von eurer Attac-DG-Gruppe

01.07.2016: Attac DG entwickelt CETA-Flyer

Die CETA-Beratungen werden nach der Sommerpause in ihre finale Phase eintreten. Im Moment arbeiten wir an einem Comic-Flyer zu CETA, der ab September nicht nur in der DG, sondern nach Möglichkeit auch in anderen Ländern verteilt werden soll. Dazu werden wir mit einer Creative-Commons-Lizenz arbeiten. Mehr dazu im September.

01.07.2016: EU-Kommission will CETA durchdrücken

Wenn die obige Lesart des Referendums zumindest teilweise zutrifft, macht die EU-Kommission alles falsch. Sie ignoriert ihre Kritiker. Juncker und Co. haben entschieden, das geplante Handelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada nicht als "gemischtes Abkommen" anzusehen. Damit wäre die Zustimmung der nationalen Parlamente nicht notwendig. Bisher hatte es immer geheißen, CETA sei eindeutig ein "gemischtes Abkommen". Diese Position wird auch von den meisten Völkerrechtlern vertreten.
Mehr unter:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/jean-claude-juncker-will-ceta-an-nationalen-parlamenten-vorbeischleusen-a-1100444.html

01.07.2016: Brexit

David Cameron hat sich verkalkuliert. Der britische Premier wollte den EU-Gegnern in seiner eigenen Partei und den Rechtspopulisten der UKIP die Munition wegnehmen. Nach der knappen Mehrheit für einen EU-Austritt ist der politische Schaden groß. Das Ergebnis der Volksabstimmung lässt sich auf vielfältige Weise deuten. Eine Sichtweise besteht darin, den Brexit als Ausdruck von 35 Jahren Neoliberalismus und seinen zerstörerischen Folgen zu sehen. Viele Menschen haben das Gefühl, dass ihre Lebensumstände nicht besser, sondern schlechter werden. Dass die Gesellschaft reicher wird, aber die persönlichen Lebensbedingungen härter werden und vom Wohlstand bei ihnen immer weniger ankommt.
Mehr unter:
http://www.heise.de/tp/artikel/48/48635/1.html
http://www.zeitschrift-luxemburg.de/brexit-ist-das-ein-oxi/

01.06.2016: Protest gegen die Politik der Schweden-Koalition

Der Unmut im Land ist groß. Die Michel-Regierung macht Politik für die Reichen. Und sie kaschiert das kaum. Die Gewerkschaften und NGOs mobilisieren. Wir verweisen auf Stellungnahmen von CSC und FGTB sowie von Tout autre chose/Hart boven hard:
https://wikileaks.org/tisa/

01.06.2016: Wikileaks veröffentlicht TISA-Dokumente

Das Dienstleistungsabkommen TISA (Trade in Services Agreement) steht im Schatten der Freihandelsabkommen TTIP und CETA. Zu Unrecht. TISA hat eine potentiell große Sprengkraft. Wikileaks hat nun geheime Verhandlungsdokumente veröffentlicht. Mehr unter:
http://www.fgtb.be/web/guest/news-fr/-/article/4663252/;jsessionid=3Dk9-p_W6rvse7Hf9fEJkqt&p_l_id=10624
https://www.csc-en-ligne.be/csc-en-ligne/Actualite/nouvelles-2016/24-mai.html
http://www.hartbovenhard.be/wet-peeters/

01.06.2016: Freihandel und die Absenkung von Standards

Um Löhne und Arbeitsbedingungen unter Druck zu setzen, genügt es, die Konkurrenz zwischen Ländern und Unternehmen zu intensivieren. Und genau das ist Ziel der Freihandelsabkommen, meint der Gewerkschafter Patrick Schreiner in einem Kommentar.
Online zu lesen unter:
http://www.annotazioni.de/post/1836

01.06.2016: Neu am Start: Makroskop

Heiner Flassbeck gehört zu den streitbarsten, aber sicher auch intelligentesten deutschen Ökonomen. Er schreibt pointiert und verständlich - und oft meilenweit abseits des Mainstreams. Nun hat er sein neues Projekt "Makroskop" vor einigen Tagen gestartet. Mit "Makroskop" will er seine Arbeit auf eine breitere und professionellere Basis stellen. Der Start ist verheißungsvoll.
Aber man siehe selbst:
http://www.makroskop.eu

01.06.2016: Satire: "Die Anstalt" mit TTIP-Spezial

Die ZDF-Satiretruppe hat in der vorletzten Sendung das Thema TTIP in den Mittelpunkt der Sendung gestellt. Herausgekommen ist eine etwas andere TTIP-Kritik.
Mehr unter:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2739330/Die-Anstalt-vom-24.-Mai-2016?bc=kua884728#/beitrag/video/2739330/Die-Anstalt-vom-24.-Mai-2016

05.05.2016: Nächste ATTAC-DG Versammlung am 1. Juni

Unser nächstes Treffen findet am 1. Juni bei Mieinander Teilen (Judenstr. 29 in Eupen) statt. Alle Interessierten sind herzlich willkommen!

01.05.2016: Wallonisches Regionalparlament stellt sich bei CETA quer

Das geplante Freihandelsabkommen CETA zwischen Kanada und der EU bekommt Gegenwind aus Namur. Das Regionalparlament hat eine Resolution verabschiedet, die klarstellt: Bleibt das CETA wie es ist, lehnt das Parlament das Abkommen ab. Mehr unter:
http://brf.be/national/986239/
http://www.levif.be/actualite/belgique/la-wallonie-s-oppose-fermement-au-ceta-le-cheval-de-troie-du-ttip/article-normal-494593.html

01.05.2016: Podcast: Robert Misik - Kaputtalismus

Robert Misik aus Wien ist ein kluger und fleißiger Schreiber. Sein frisches Werk heißt «Kaputtalismus». Kürzlich war Misik beim Saarländischen Rundfunk zu Gast und sprach dort über sein neues Buch.
Den Podcast gibt es unter http://pcast.sr-online.de/play/fragen/2016-04-18_fada_misik_kaputtalismus_podcsat_20160417.mp3

01.05.2016: Argentinien von Hedgefonds in die Knie gezwungen

Argentinien kehrt an die Finanzmärkte zurück. Der Preis: Hedgefonds, die gegen Argentinien spekuliert hatten, werden auf Kosten der Steuerzahler ausbezahlt. Gleichzeitig werden Sozialleistungen gekürzt, wie das Portal Amerika21 berichtet:
https://amerika21.de/2016/04/151690/macri-zahlt-hedgefonds
https://amerika21.de/2016/04/149726/sozial-kahlschlag-argentinien

01.05.2016: TTIP und die Forschung

Was bringt TTIP? Dazu gibt es viele Meinungen - und viele Studien. Neben den bisher bekannten Angriffen von TTIP auf die Gestaltungsmöglichkeiten demokratisch legitimierter Politik befasst sich eine Sendung des Deutschlandfunks mit der gezielten Bekämpfung unliebsamer Forschungsergebnisse.
Mehr unter http://www.deutschlandfunk.de/deal-unter-forschern-wie-ttip-mit-fakten-hantiert.740.de.html?dram:article_id=351413

01.05.2016: Aktuelle Petition: Antoine Deltour unterstützen/Keine Handelsgeheimnisse

Der Whistleblower Antoine Deltour, der Urheber der LuxLeaks, steht vor Gericht und braucht Unterstützung. Die durch ihn enthüllten Dokumente hatten gezeigt, wie Luxemburg die Steuerflucht für mehr als 300 Unternehmen organisiert hatte. Hier kann man eine Petition unterschreiben und Geld spenden.

01.03.2016: Terminhinweis: FIAN zeigt im April den Dokumentarfilm «Landraub»

FIAN zeigt in Zusammenarbeit mit verschiedenen ostbelgischen NGOs (darunter auch Attac DG) den Dokumentarfilm «Landraub» des österreichischen Regisseurs Kurt Langbein.
Der Film erzählt fünf Geschichten von Landraub, dieser modernen Form des Kolonialismus. Außer in Kambodscha spielen sie in Sierra Leone, Äthiopien, in Malaysia und Rumänien. Es geht um Zucker, Palmöl, Tomaten und Getreide. Und um Unternehmer, die ihre Investitionen als Beitrag zur Entwicklung ärmster Länder verstehen.

Die Termine sind die folgenden:
Freitag, 15. April, 20 Uhr im Cinema, Neustraße 86 in Eupen.
Freitag, 22. April, 20 Uhr im Kino Corso, Bahnhofstraße 14 in Sankt Vith.

01.03.2016: «Sand im Getriebe» zu den Themen Flucht & Vertreibung

Die Attac-Reihe «Sand im Getriebe» behandelt die unvermeidlichen Themen «Flucht, Fluchtursachen und Europa». Online gibt es den Newsletter unter http://www.attac.de/uploads/media/sig_118.pdf

01.03.2016: TTIP und die Schiedsgerichte

Der «Reformvorschlag» der Europäischen Kommission über Investorenschutz in TTIP hält weiter an den heftig umstrittenen Sonderklagerechten für Konzerne fest. Kurz vor Wiederaufnahme der Verhandlungen über den umstrittenen Bereich nach fast zweijähriger Pause belegt dies eine neue Studie von Pia Eberhardt vom Corporate Europe Observatory.
Hier die komplette Studie auf Englisch
Alternativ dazu die Kurzfassung der Studie auf Deutsch

01.03.2016: Radiofeature als Podcast: Die EU und die «Economic Partnership Agreements»

Da sich auf der Ebene der WTO derzeit keine neuen Regeln für den Welthandel abzeichnen, setzt die EU auf bilaterale Verträge: auf die «Economic Partnership Agreements». Dazu hier ein WDR-Radiofeature von Nora Bauer

01.03.2016: Rohstoffausbeutung und die Handelspolitik der Europäischen Union

Die NGO Powershift hat eine neue Studie vorgelegt. Diese befasst sich mit der rohstoffpolitischen Ausrichtung der Handels- und Investitionspolitik der EU. Die Studie findet sich unter: http://power-shift.de/?p=6375&pfstyle=wp

01.02.2016: Nächste Attac-Versammlung am 3.2.2016 mit Buchvorstellung von Frank Niessen

Die nächste Attac-Versammlung findet am Mittwoch um 20 Uhr in den Räumlichkeiten der Frauenliga (Neustraße 59B, Eupen) statt. Wir haben Frank Niessen eingeladen, der sein neues Buch «Entmachtet die Ökonomen» vorstellen wird. Herzliche Einladung an alle Interessierten!
Mehr zum Buch unter http://www.tectum-verlag.de/tectum-lesetipp/entmachtet-die-okonomen.html

01.02.2016: Projekt Mirador

Die Aktivisten und Forscher von Gresea (Groupe de recherche pour une stratégie économique alternative) haben das Projekt Mirador initiiert. Dieses dokumentiert die Macht großer Konzerne mit Zahlen und Analysen.
Online unter http://www.mirador-multinationales.be/projet/article/le-projet

01.02.2016: Podcast: Funktioniert eine grüne Ökonomie?

«Fragen an den Autor» heißt die traditionsreichste Sachbuchsendung im deutschen Radio. Dieses Mal kommt Thomas Fatheuer zu Wort. Er ist Mitautor des Buches «Kritik der grünen Ökonomie». Wie immer kann man die Radiosendung nachhören, dieses Mal unter dem folgenden Link:
http://sr-mediathek.sr-online.de/index.php?seite=7&id=15794&pnr=0

01.02.2016: Karten des Monats: Fracking

North Dakota ist das Eldorado des Frackings. Dort liegt das Bakken-Feld, das ergiebigste Gebiet für Schiefergas und Tight Oil in den USA. Mit dem anhaltend niedrigen Ölpreis werden immer mehr Bohrstellen geschlossen, weil die Verluste zu groß sind. Die Landschaft sieht allerdings von oben aus wie ein Schweizer Käse …
https://juanvelascoblog.files.wordpress.com/2013/02/high-plains-map.jpg (Bohrstellen)
http://i.kinja-img.com/gawker-media/image/upload/uhsof6tsbz1l1bwf8jym.png (Nachtsicht - das Feld ist nachts so hell beleuchtet wie eine Großstadt)
https://robertscribbler.files.wordpress.com/2015/01/fracking-pads.jpg (Luftaufnahme eines kleinen Teils des Feldes bei Tag)

01.02.2016: Beschleunigung. Der gehetzte Mensch

Immer mehr Menschen fühlen sich gehetzt und gestresst. Woher kommt das?
Dazu ein Blogbeitrag in französischer Sprache von Eric Vidalenc (Alternatives Economiques) sowie ein Interview mit dem Soziologen und Beschleunigungsforscher Hartmut Rosa im Rahmen der ZDF-Gesprächsreihe «Precht»:
Hier geht es zum Blogbeitrag (mit einer sehr interessanten Grafik)
Das Videointerview mit Hartmut Rosa gibt es unter: https://www.youtube.com/watch?v=ni_-x587b6c.

01.01.2016: Klimagerechtigkeit: Oxfam-Studie

Es sind weltweit vor allem die reichen Menschen, die durch ihren extremen Konsum zum Klimawandel beitragen. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Bericht »Extreme Carbon Inequality« der Entwicklungsorganisation Oxfam hervor. Weitere Infos gibt's hier.

01.01.2016: Wie die EU-Handelspolitik afrikanische Bauern zu Flüchtlingen macht

Die Wochenzeitung Die Zeit hat einen interessanten Artikel zur EU-Handelspolitik veröffentlicht. Am Beispiel der Tomaten wird verdeutlicht, wie Bauern aus Afrika zu Flüchtlingen werden.

01.01.2016: Karte des Monats: Auslandsverschuldung subsaharischer Staaten sinkt

Gute Nachrichten gibt es gelegentlich auch: Die Auslandsverschuldung subsaharischer Staaten sinkt – zumindest relativ. Das zeigt eine Karte aus Le Monde diplomatique (öffnet JPEG).
Mehr interessante Karten finden sich außerdem im Karten-Archiv von Le Monde diplomatique.

01.01.2016: Das unsägliche Elend der Public-Private Partnerships (PPP)

Sie sind hierzulande ein wenig in Vergessenheit geraten, die Public-Private Partnerships (PPP). Im Norden der DG wurden mehrere Schulen mit dieser Formel gebaut. In den letzten Monaten häuften sich Meldungen über Baumängel. In vielen europäischen Staaten haben PPP Konjunktur – mit oft bösen Schattenseiten. Lesen Sie hier einen Bericht aus dem deutschen Online-Magazin Telepolis.

01.01.2016: Eupener Ökonom Frank Niessen veröffentlicht Sachbuch zur Kritik der herrschenden Ökonomik

Von Frank Niessen erscheint in einigen Tagen das Sachbuch „Entmachtet die Ökonomen“ im Marburger Tectum-Verlag. Der PDS-Lehrer fragt u. a, warum es der herrschenden Ökonomik nicht gelingt, Wirtschaftskrisen vorherzusagen. Infos zum Buch gibt es hier.

01.12.2015: Le petit menteur

Die amtierende belgische Regierung Michel macht eindeutig eine Politik zu Lasten der kleinen Leute – und zu Gunsten der großen Einkommen. Diese antisoziale Politik wird allerdings sprachlich geschickt verkleidet. Zeit für ein kleines Wörterbuch (PDF).

01.11.2015: Die EU, der Neoliberalismus und die Flüchtlinge

Die Blätter für deutsche und internationale Politik haben einen interessanten Essay zur sogenannten Flüchtlingskrise publiziert, der hier (PDF) kostenlos heruntergeladen werden kann. Die neoliberal deformierte Europäische Union, so meint Autor Albrecht von Lucke, stehe am Scheideweg.

01.11.2015: Grafik des Monats: Wie lange reichen unsere Ressourcen?

Die Wochenzeitung Die Zeit hat eine interessante Grafik zum Thema der Ressourcenreichweiten (PDF) veröffentlicht. Die Grafik zeigt: Bei vielen Ressourcen sind die Verfügbarkeitsgrenzen in nur wenigen Generationen erreicht.

01.09.2015: Zusammengefasst: Pikettys Thesen

Der französische Ökonom Thomas Piketty hat ein grundlegendes Buch zum Thema der Ungleichheit geschrieben. Das etwa 900 Seiten umfassende Buch wurde mehrfach ausgezeichnet und prägt die wirtschaftspolitische Debatte in Europa. Wer den dicken Wälzer nicht (ganz) lesen will, kann auf dieses Dokument der Arbeiterkammer Wien (PDF) zurückgreifen.

01.03.2015: Neoliberalismus und Internet

»Pathologien der Freiheit«, ein WDR5-Radiofeature, zeichnet den kritischen Netzdiskurs nach — von den 1980er-Jahren bis heute — und zeigt, wie im zweiten Anlauf aus der Asche der dot.com-Krise und der Twin Towers das neoliberale Internet entsteht; in dem Staaten, Geheimdienste und Unternehmen vor allem die Kalkulierbarkeit und Kontrolle der Individuen anstreben. Hier als Podcast.

01.03.2015: Große Beschleunigung

Der menschliche Einfluss auf den Planeten hat ein solches Ausmaß erreicht, dass manche Wissenschaftler wie der Biologe Paul Crutzen davon sprechen, dass ein neues geologisches Zeitalter begonnen habe: das Anthropozän. Bezug nehmend auf diesen Begriff haben Forscher der Universität Stockholm versucht, das Bild zu erweitern und zu konkretisieren. Sie sprechen von der »großen Beschleunigung«. Enorme Wohlstandsentwicklung und technischer Fortschritt würden einhergehen mit einem beschleunigten Raubbau an der Natur. Zu Jahresbeginn wurde eine große, beeindruckende Grafik aktualisiert.

01.02.2015: Neues zu TTIP und CETA

Die Europäische Kommission hat eine Transparenzinitiative gestartet und Dokumente zu TTIP und CETA publiziert. Das kostbare Quellenmaterial findet sich hier. Die Kölner Freunde von Lobbycontrol haben sich mit dem Material schon näher befasst und bleiben bei ihrer ablehnenden Haltung. Auch der Journalist Peter Mühlbauer warnt in Telepolis.

01.01.2015: CETA und die Schiedsgerichte

Das Handelsabkommen zwischen der EU und Kanada ist fertig verhandelt. Besonders umstritten sind die sogenannten Schiedsgerichte, die auch am TTIP kritisiert werden. Kürzlich erschien eine kritische Studie (PDF, 20 S.) zu diesem Thema. Mitautorin ist Pia Eberhardt vom Corporate Europe Observatory (CEO).

01.01.2015: Machtzentrum EZB

Die Euro-Krise hat der Europäischen Zentralbank eine enorme Macht beschert. Finanz- und Geldpolitik werden heute maßgeblich in Frankfurt am Main gemacht. Dort befindet sich der Sitz der EZB. Im WDR-Radio gibt es dazu einen Podcast.

01.07.2014: TTIP: Der Ausverkauf der öffentlichen Güter

Thomas Fritz sieht in dem geplanten Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU ein trojanisches Pferd, um öffentliche Güter zu privatisieren. Mehr dazu hier (PDF).

06.06.2014: Die Eurozone auf dem Weg in die Deflation

Die EZB hat gestern den Leitzins abermals gesenkt und Strafzinsen für Geschäftsbanken beschlossen, die Geld bei der EZB parken. Die EZB will Kredite damit attraktiver machen und das ohnehin schon niedrige Zinsniveau weiter senken. Wird das die Deflation aufhalten? Wohl kaum.
Es ist verrückt: Geld ist billig wie nie, aber kaum jemand will sich verschulden. Zur EZB-Entscheidung findet Heiner Flassbeck klare Worte.

19.05.2014: Polizei erstickt Anti-TTIP-Demo

Bei der Demonstration gegen das TTIP am 15. Mai in Brüssel kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Demonstranten. Wohlgemerkt: Auseinandersetzungen, die nicht von den Demonstranten, sondern von der Polizei ausgingen. Die regionale Presse hat sich geweigert, über dieses schändliche und unverhältnismäßige Polizeiverhalten zu berichten. Wir dokumentieren das Geschehen.

01.01.2014: Attac DG wünscht ein frohes neues Jahr

Attac wünscht allen Mitgliedern und Sympathisanten einen guten Start ins neue Jahr!

01.01.2014: Juli Zeh: Das Prinzip Gregor

Ein großes Thema in diversen Medien in den letzten Wochen war das Glück. Die Schriftstellerin Juli Zeh hat sich dazu Gedanken gemacht. Immer mehr Menschen verweigern sich der Logik des »immer mehr«. Der Text »Das Prinzip Gregor« ist schon etwas älter, aber es ist anregend, ihn zu lesen.

07.12.2013: EU-Wettbewerbspakt: Freibrief für Sozialabbau

Der EU-Wettbewerbspakt sieht vor, dass sich alle Staaten der Eurozone durch Verträge mit der EU-Kommission zu »Strukturreformen« verpflichten, um ihre »Wettbewerbsfähigkeit« zu verbessern. Ein von dem Europäischen Rat geleaktes Dokument (PDF, engl.) nennt erstmals explizit, was darunter zu verstehen ist: Einschnitte im Arbeitsmarkt, bei öffentlichen Dienstleistungen, beim Pensionssystem und in der Bildung. Mehr Infos hält Attac Österreich bereit.

07.12.2013: Bankenreform: Geens will kleine Lösung

Finanzminister Koen Geens ist leider nicht auf die Forderung zahlreicher NGOs und Bürgerinitiativen eingegangen, Spar- und Investmentbanken strikt zu trennen. Er will nur eine kleine Lösung. Ob das die nächste Bankenkrise verhindern kann, ist sehr fraglich. Mehr unter Scinder les banques und im BRF.

04.10.2013: Nächster Attac-Bildungstag am 9. November

»Demokratie von unten« ist das Thema des diesjährigen Bildungstags von Attac DG und Miteinander Teilen. Veranstaltungsort ist die Bischöfliche Schule (BSTI) in Sankt Vith. Gleichzeitig findet die erste Generalversammlung von Attac DG statt. Mehr dazu hier.

04.10.2013: US-Shutdown — absurdes Theater in den USA

In den USA wird gerade ein interessantes Stück aufgeführt: Demokraten und Republikaner können sich nicht auf einen Haushalt fürs nächste Jahr einigen. Hunderttausende Staatsbedienstete sind in Zwangsurlaub. Es droht aber noch mehr Ungemach: Am 17. Oktober droht der Fall über die Schuldenklippe. Mehr Infos dazu bei der NZZ, Slate und der taz.

23.09.2013: Ist die Eurokrise vorbei?

Wer glaubt, die seit einigen Monaten vorherrschende Ruhe an den Finanzmärkten bedeute den Anfang vom Ende der Eurokrise, täuscht sich. Der irische Ökonom Kevin O'Rourke hat zusammen mit Alan Taylor von der University of California (Davis) einen Aufsatz geschrieben, der die ungelösten Probleme der Eurozone auf den Punkt bringt. Den englischsprachigen Aufsatz gibt es hier, während der Schweizer Tagesanzeiger wesentliche Ergebnisse zusammenfassend referiert.

24.06.2013 Austeritätspolitik in Griechenland beschneidet die Pressefreiheit

Die Schließung des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders ERT in Griechenland hat hohe Wellen geschlagen. Mit vollem Recht. Selten verweisen wir auf Beiträge aus den Regionalnachrichten — dieses Mal aber doch. Roger Pint hat für den BRF einen interessanten Kommentar verfasst.

19.04.2013: Werner Rügemer: Der Rating-Komplex

Werner Rügemer, im Jahr 2006 auf Einladung von Attac in Eupen zu Gast, hat wieder einmal einen kritischen Essay zu den drei großen Ratingagenturen Fitch, Moody´s und Standard & Poor´s geschrieben. Nachzulesen ist Rügemers Artikel in den Blätter für deutsche und internationale Politik.

19.04.2013: Attac DG organisierte Lobbytour

Bereits vor zwei Jahren organisierte Attac DG eine Lobbytour durch Brüssel. Wegen des regen Interesses fand am 12. April eine Neuauflage statt, die in Zusammenarbeit mit der Frauenliga und Miteinander Teilen veranstaltet wurde. Die Führung mit Pia Eberhardt vom Corporate Europe Observatory war einmal mehr aufschlussreich und bewies, dass mit der EU-Demokratie einiges im Argen liegt.

19.04.2013: Attac DG bezog Stellung zum Fiskalpakt

Attac DG wurde kürzlich die Ehre zuteil, vor dem Parlament der DG im Rahmen einer öffentlichen Anhörung zum Fiskalpakt sprechen zu können. Über den Vertrag wird Ende April im PDG abgestimmt. Die Attac-Stellungnahme fiel erwartungsgemäß kritisch aus. Das Positionspapier, dass die Parlamentarier erhielten, findet sich in einer leicht modifizierten Fassung hier (PDF).

08.03.2013: Schwere Verluste: Stéphane Hessel und Hugo Chavez gestorben

Binnen zehn Tage verstarben zwei wichtige, der globalisierungskritischen Bewegung nahe stehende Stimmen. Der eine, der alte Résistance-Kämpfer Stéphane Hessel, wurde mit »Indignez-vous!« zum Vordenker der Bewegung der Indignados. Hessel wurde 95 Jahre alt. Kaum zu ersetzen dürfte in Venezuela Hugo Chavez sein. Kein anderer lateinamerikanischer Politiker hat in den letzten 15 Jahren in Südamerika so viel bewegt. Chavez hat sicher nicht alles, aber doch vieles richtig gemacht. Millionen arme Venezuelaner kamen durch seine Politik aus der Armut. Nachrufe auf Hessel und Chavez finden sich bei Attac Frankreich, der ZEIT, der junge Welt und der Freitag.

22.09.2012: Vierter Bildungstag: »Lobbyisten — die scheuen Einflüsterer«

Am 27. Oktober findet der nunmehr vierte Bildungstag von Attac DG und Miteinander Teilen statt. Schwerpunkt des diesjährigen Seminartages wird das Thema »Lobbyismus« sein. Als Referentin konnten wir unter andere Pia Eberhardt gewinnen — sie arbeitet für die lobbykritische Organisation »Corporate Europe Observatory« (CEO). Weitere Informationen zum Programm, zur Anmeldung und mehr gibt es hier (aktualisiert).

02.08.2012: Grenzen des Wachstums reloaded

Vierzig Jahre nach dem Erscheinen der »Grenzen des Wachstums« legt Jorgen Randers, einer der Autoren des Berichts, ein Update vor. Dieses fällt wenig optimistisch aus, eine Leseprobe gibt es hier (PDF).
Zur Wachstumsdiskussion passt auch dieses Interview von Niko Paech, in dem ein Abschied vom herrschenden Wachstumsparadigma gefordert wird.

11.07.2012: Finanzmärkte sind irrational — Fallbeispiel EE

Die ökonomischen Lehrbücher loben durch die Bank die Rationalität der Finanzmärkte. Sie verarbeiteten eine enorme Menge von Informationen, zu der eine einzelne Person nie in der Lage sei. Die Schlussfolgerung daraus lautet, dass Kurse zwar immer nur Momentaufnahmen seien, aber stets ein Höchstmaß an Objektivität und Rationalität widerspiegeln würden. Mehr…

02.07.2012: Neuer Attac-Rundbrief erschienen

Am 2. Juli ist ein neuer Attac-Rundbrief erschienen. Zentrales Thema sind — einmal mehr — Griechenland und die europäische Schuldenkrise sowie der Rio+20-Gipfel. Den Rundbrief gibt's wie immer gratis hier (PDF).

12.04.2012: George Soros bemängelt Management der Schuldenkrise

George Soros, legendärer Finanzinvestor, kritisiert in scharfen Worten den Umgang mit der Eurokrise. Nichts sei gelöst, die Austeritätspolitik führe in die Sackgasse. Soros hat in diesen Tagen ein neues Buch vorlegt. Der zugegeben wenig elegant klingende Titel lautet: »George Soros. Gedanken und Lösungsvorschläge zum Finanzchaos in Europa und Amerika«. Eine Leseprobe gibt es hier (PDF).

12.04.2012: Renditen für Anleihen steigen wieder

In den letzten Wochen hatte sich die europäische Schuldenkrise etwas beruhigt. Allen Realisten war jedoch klar, dass diese Beruhigung nur temporär sein würde. In dieser Woche sind die Renditen für spanische, portugiesische und italienische Anleihen wieder gestiegen. Siehe dazu diesen Artikel aus der Financial Times Deutschland. Joseph Stiglitz sieht derweil eine Machtverschiebung von Europa nach Asien.

01.03.2012: Prof. Dr. Elmar Altvater referiert am 27. März in Eupen

Attac DG wird in diesem Jahr zehn Jahre alt. Das feiern wir mit dem Vortrag »€uropa im Krisendomino?« am 27. März 2012. Es referiert Prof. Dr. Elmar Altvater von der Freien Universität Berlin. Der über die Grenzen Deutschlands bekannte Politökonom und Globalisierungskritiker spricht über die Krise der Europäischen Union und des Euro. Weitere Informationen gibt es hier.

01.01.2012: Attac DG wünscht ein frohes neues Jahr 2012!

Verunglückte Interpretationen des Maya-Kalenders helfen nicht weiter… Die Welt wird nicht untergehen, aber das neue Jahr dürfte in ökonomischer Hinsicht recht turbulent werden. Unseren Lesern wünschen wir alles Gute! Auch 2012 werden wir als kleinste Attac-Gruppe in Belgien unser Bestes geben, um diese Welt ein ganz klein wenig gerechter zu machen.

20.11.2011: Ein Sturm zieht auf

Am 16.09. wurde an dieser Stelle schon gemutmaßt, dass der Herbst ungemütlich werden könnte. Die Prognose erweist sich als richtig. Jetzt ist klar: Ein Sturm zieht auf.
Mitten drin: Italien — und damit die gesamte Eurozone. Keynesianisch ausgerichtete Ökonomen wie Paul Krugman oder Nouriel Roubini, die bisher im Gegensatz zu anderen Mitgliedern der Zunft den Durchblick hatten, sehen die Eurozone in schweren Turbulenzen und bestätigen das, was am 19.01. ebenfalls an dieser Stelle schon postuliert wurde: Die Eurozone wird in dieser Form nicht überleben, siehe die Handelszeitung, das Handelsblatt, die International Business Times und die Tageswoche.

30.10.2011: Bremsspuren der Konjunktur

Es gibt immer mehr Hinweise auf eine bevorstehende Rezession in Belgien. Le Soir, die wichtigste Zeitung Belgiens, meldet, dass die Umsätze im Einzelhandel so schlecht wie selten ausgefallen sind. Außerdem ist die Interimsarbeit rückläufig, und auch die Exporte gingen deutlich zurück. Mehr hier.

26.10.2011: Ist der Hebel die Lösung?

Nach dem gefühlten 178ten Euro-Krisengipfel haben die Regierungschefs der EU wieder mal Zeit gewonnen. Die tieferen Probleme der Eurozone sind allerdings noch immer nicht gelöst. Wehe, wenn Italien oder Spanien (demnächst?) durch die Arena der Spekulanten gejagt werden. Für diese Schwergewichte wird auch der vergrößerte Rettungsschirm nicht ausreichen. Wie der beschlossene Hebel funktioniert, wird hier erklärt. Kritik am Hebel übt Jens Berger — er sieht die Spekulation durch den Gipfelbeschluss gefördert. Lucas Zeise analysiert derweil die Konsequenzen eines Schuldenschnitts.

16.09.2011: Der Herbst wird ungemütlich

Während die EU eine Rezession ausschließt, verdichten sich die Rezessionshinweise. Siehe dazu die Meldung von Reuters. Käme es zu einem erneuten wirtschaftlichen Abschwung, würde dies für die Eurozone nichts Gutes bedeuten. Ohnehin scheint die Eurokrise in eine neue heiße Phase einzutreten. Deutschland habe den Schlüssel zur Lösung der Eurokrise in der Hand, sei aber extrem dogmatisch, lautet der Tenor in vielen Zeitungen. Vor allem in der angelsächsischen Presse sind deutliche Kommentare zu lesen, siehe dazu David McWilliams im Independent, Jeremy Warner im Telegraph und Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman in der New York Times.

13.08.2011: Dritter Bildungstag von Attac DG / Miteinander Teilen

Nach den erfolgreichen Angeboten eines Bildungstages in den letzten beiden Jahren wird es auch dieses Jahr am 3. September die dritte Auflage geben. Er wird unter dem Motto »Zurück auf Anfang! Anders leben, anders wirtschaften!« stehen, und konkrete Handlungsalternativen aufzeigen. Unsere Referentensuche und Planungen sind weit gehend abgeschlossen. Nähere Informationen zum Programm und zur Anmeldung gibt es hier.

05.08.2011: Rating-Agenturen: Wer kontrolliert die Kontrolleure?

Es war vor zwei Jahren versprochen worden: Die drei großen Rating-Agenturen sollen stärker kontrolliert und überwacht werden. Passiert ist nichts, im Sommer 2011 können die Agenturen vor Kraft kaum laufen. Da stellt sich die Frage: Wer kontrolliert die Kontrolleure? Werner Rügemer und Elmar Altvater geben einige aufschlussreiche Antworten.

01.03.2011: Attac DG Aktionen für 2011

Unser Angebot an Aktionen für das Jahr 2011 ist weit gehend festgezurrt. Im April wird eine Exkursion nach Brüssel die Funktionsweise des Europaparlaments und des Lobbyismus' erläutern. Ebenfalls im April gibt es in St. Vith einen Vortrag über den Fluch des Öles. Anfang September warten wir mit unserem mittlerweile bewährten Bildungstag in Eupen auf. Im letzten Quartal setzen wir in St. Vith die »Cinema Attac«-Reihe fort. Weitere Details finden sich hier.

26.02.2011: Memo-Gruppe legt Rettungsplan für den Euro vor

Der Euro steht unter Druck — und dieser Druck wird noch stärker werden, wenn nichts passiert. Die Bremer Memo-Gruppe hat einen Plan veröffentlicht, »mit dem das Auseinanderbrechen des Eurolandes verhindert und vor allem den Spekulanten das Handwerk gelegt« werden soll. Mehr hier (PDF).

22.02.2011: Mikrokredite geraten ins Zwielicht

Sie gelten als probates Mittel gegen Armut: Mikrokredite. Bis jetzt. Doch die Zweifel an diesem Instrument wachsen. Mehr dazu in derFreitag: Mikrokredit in Misskredit und NDR-»Weltbilder«: Mit Mikro-Krediten in den Ruin.

19.01.2011: Der Euro wird in dieser Form nicht überleben

Langsam wird immer mehr Beobachtern klar, dass der Euro in der derzeitigen Form die nächsten Jahre nicht überleben kann. Er ist falsch konstruiert. Vor der Euro-Einführung konnten wirtschaftlich schwächere Länder ihre Währungen abwerten. Das geht nun nicht mehr und stellt den Kern des Problems dar. Eine erhellende, mehrteilige Analyse von Jens Berger in Telepolis: Teil 1, Teil 2, Teil 3.

15.01.2011: Attac wünscht ein frohes neues Jahr!

Attac wünscht allen Mitgliedern und Sympathisanten einen guten Start ins neue Jahr. Auch 2011 planen wir wieder zahlreiche Aktionen. Mehr dazu hier.

22.12.2010: Attac DG wünscht frohe Festtage

Attac DG wünscht allen Mitgliedern und Sympathisanten frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Wer frei hat und noch nach Lektüre sucht, dem sei der frisch erschienene Attac-Rundbrief »Sand im Getriebe« SiG 87 (PDF) ans Herz gelegt.

18.12.2010: Euro-Memo erschienen

Die Euro-Memo-Gruppe hat einmal mehr ein vielbeachtetes Gutachten herausgegeben. Es hält nicht nur Rückblick auf die letzten zwölf Monate, sondern wagt auch eine Prognose für 2011. Eine Zusammenfassung des Gutachtens findet sich hier (PDF). Mehr zur Euro-Memo-Gruppe hier.

23.11.2010: Medientipps

Neuer Attac-Rundbrief »Sand im Getriebe« erschienen. Die Themen des SiG 86 sind Dollardämmerung, Währungsgewitter u.v.m.: Übersicht / PDF.

Buchneuerscheinung von David R. Montgomery: »Dreck. Warum unsere Zivilisation den Boden unter den Füßen verliert«. Der amerikanische Geologe erläutert die Dramatik der weltweiten Bodenerosion. Eine ausführliche Rezension in der FAZ.

15.11.2010: Finanzmarktregulierung kommt (zu) langsam voran

Der G20-Gipfel im südkoreanischen Seoul ist vorbei. Bei der Regulierung der Finanzmärkte kommt man weiterhin nur mit Trippelschritten voran. Eine kleine IWF-Reform wurde beschlossen und Basel III durchgesetzt (dazu Die Zeit), womit immerhin die Eigenkapitalanforderungen für die Banken nach oben geschraubt wurden. Keine Lösung gibt es für die Handels- und Währungsungleichgewichte. Hintergründiges zum Währungsstreit von Elmar Altvater und zur Zukunft des Kapitalismus von Karl Georg Zinn (PDF).

05.11.2010: Richard Sennett im Interview

Kürzlich gab der bekannte US-amerikanische Soziologe Richard Sennett der französischen Zeitung »Le Monde« ein vielbeachtetes Interview. Nachzulesen ist es hier.

16.10.2010: War da was? Bonuszahlungen fließen wieder reichlich

Es ist schwer zu verstehen, aber es ist so: Die Bonuszahlungen in der Finanzbranche erklimmen wieder neue Rekordhöhen. So, als hätte es nie eine schwere Wirtschafts- und Finanzkrise gegeben. Siehe Berichte im Spiegel und in der Süddeutschen Zeitung.

14.10.2010: Hermann Scheer gestorben

Hermann Scheer, »Solarpapst« und einer der prominentesten Sozialdemokraten in unserem Nachbarland Deutschland, ist tot. Der Träger des Alternativen Nobelpreises von 1999 stand Attac nahe. Nachrufe auf einen großen Visionär finden sich hier: Eurosolar, der Freitag, taz.

10.9.2010: Die Gewinne des Finanzsektors / Europa droht die Deflation

Einen kritischen Artikel zum Neoliberalismus gibt es in der »junge Welt« hier zu lesen — ein Auszug des Buches »Geld — der vertrackte Kern des Kapitalismus« von Lucas Zeise. Peter Bofinger beschäftigt sich in seinem Kommentar (PDF) mit der Deflationsgefahr für Europa.

17.8.2010: Lichte Momente im »Spiegel« und anderswo

Kaum ein Medium steht in Deutschland so sehr für den Niedergang des investigativen Journalismus wie die Entwicklung des »Spiegel«. Gelegentlich hat das Magazin aber immer noch lichte Momente. So zum Beispiel kürzlich, als der »Spiegel« den Philosophen Oskar Negt interviewte. Heraus kam ein erstaunlich tiefsinniges Gespräch. Tiefsinniges findet man auch an anderer Stelle: Zum Beispiel im neuen Rundbrief »Sand im Getriebe« (PDF) und bei Christian Arnsperger von der Universität Louvain-la-Neuve, der sich mit der Zukunft des Wachstums (PDF) befasst.

23.7.2010: Zweiter Bildungstag kommt auf die Zielgerade

Das Programm steht, die Referenten haben fest zugesagt, der Neuauflage unseres Bildungstages sehen wir freudig entgegen! Alle weiteren und nützlichen Informationen haben wir hier für Euch zusammengestellt.

10.7.2010: Attac DG veranstaltet zweiten Bildungstag am 14. August

Attac DG und Miteinander Teilen veranstalten am 14. August 2010 in den Räumlichkeiten der Autonomen Hochschule (»Krankenpflegeschule«, Hillstraße Eupen) erneut einen Bildungstag. Unter der Leitfrage »Politik im Blindflug, Bankster im Sturzflug, Bürger ohne Fallschirm?« werden verschiedene Referenten u. a. die noch nicht überwundene Wirtschafts- und Finanzkrise und die ökologischen Folgen unseres Wirtschaftens in den Fokus rücken. Abgerundet wird der Tag durch die Vorführung des Dokumentarfilmes »Der große Ausverkauf«, der anschaulich und konkret die Problematik der Privatisierung beleuchtet. Die Teilnahme am Bildungstag ist kostenlos.

5.7.2010: G20-Gipfel einmal mehr mit mageren Ergebnissen

Es ist mittlerweile fast schon ein bedauerliches Ritual: Die G20-Staatenlenker kommen zusammen und entscheiden (fast) nichts. Auch in Kanada war es nicht anders, das Motto »Gut, dass wir mal darüber gesprochen haben« wurde beibehalten. Kritische Analysen zum Gipfel gibt es hier, hier und hier.

27.6.2010: Harald Welzer im Dialog

Der Kulturwissenschaftler und Sozialpsychologe Prof. Harald Welzer beschäftigt sich u.a. mit der Frage, warum wir angesichts des Wissens um den Klimawandel so wenig dagegen unternehmen. Das Schweizer Fernsehen interviewte Welzer im Rahmen seiner Sendung »Sternstunde Philosophie«. Das Interview ist besonders in der ersten halben Stunde ausgesprochen sehenswert. Es findet sich hier (Videostream, 56min).

18.6.2010: José Saramago gestorben

José Saramago ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der portugiesische Schriftsteller und Literatur-Nobelpreisträger des Jahres 1998 war über die Grenzen seines Heimatlandes Portugal hinaus als profilierter Kritiker der neoliberalen Globalisierung bekannt. Saramago beklagte in seinen Büchern die strukturelle Kälte von Wirtschaft und Gesellschaft. Er schrieb für »Le Monde Diplomatique« und engagierte sich bei Attac. Nachrufe auf einen großen Erzähler gibt es hier und hier.

8.6.2010: Neuer Attac-Rundbrief erschienen

Ende Mai ist eine neue Ausgabe von »Sand im Getriebe« erschienen. Dieses Mal thematisiert der Rundbrief der internationalen Attac-Bewegung die europäische Schuldenkrise. Wer mehr wissen will, klickt einfach hier (PDF-Dokument).

29.5.2010: Apple veräppelt alle

Apple hat kürzlich Microsoft im Unternehmenswert überholt. Um die neuesten Apple-Produkte gibt es einen regelrechten Hype. Doch Apple hat — wie die meisten Konzerne — einige Leichen im Keller liegen. Aber man lese selbst: Die dunkle Seite des iPads, Freitod verboten.

28.5.2010: Frédéric Lordon über die Reconquista der Besitzenden

Frédéric Lordon, einer der profiliertesten Autoren von »Le monde diplomatique«, analysiert in seinem Blog die Schuldenkrise. Er macht die Besitzenden als Profiteure des derzeitigen Systems aus. Mehr dazu hier.

12.5.2010: Griechenland und kein Ende

Man reibt sich ob der Beschlüsse auf europäischer Ebene staunend die Augen. Das »Euro-Rettungspaket« ist zwar über 700 Milliarden schwer, beseitigt aber die Ursachen der Ungleichgewichte in der Euro-Zone keinesfalls. Im Gegenteil: Europa geht auf Deflationskurs. Mehr dazu von Heiner Flassbeck, Karl-Heinz Roth und Sahra Wagenknecht.

23.4.2010: Vortragsabend war ein großer Erfolg

Der Vortragsabend mit dem Kölner Armutsforscher Prof. Dr. Christoph Butterwegge von der Universität Köln war ein voller Erfolg. Rund 220 Menschen kamen zu dem Vortrag, was die Erwartungen der Organisatoren deutlich übertraf. Zusätzliche Stühle mussten herbei geschafft werden und der Europasaal war nach Auskunft der Mitarbeiterinnen »schon lange nicht mehr so voll«. Der Vortrag von Prof. Butterwegge enttäuschte das Publikum nicht. Mit geschliffener Rhetorik und klaren, zugespitzten Thesen machte der Armutsforscher seine Positionen klar. Im Anschluss an den Vortrag entstand eine lebhafte und in Teilen auch recht kontroverse Diskussion. Eine Bilderstrecke gibt es hier.

19.4.2010: Vortragsabend mit Prof. Butterwegge steht bevor

Attac DG und Miteinander Teilen laden am 22. April in den Europasaal des Ministeriums der DG ein. Der Kölner Armutsforscher Prof. Dr. Christoph Butterwegge referiert zum Thema »Armut in einem reichen Land«. Ausführliche Infos zu der Veranstaltung gibt es hier.

8.4.2010: Attac DG schult Gewerkschafter der CSC

Auf Einladung der christlichen Gewerkschaft CSC schulen Mitglieder von Attac Ostbelgien am 15. April Gewerkschafter. Während eines Tages werden die Themenkomplexe »Globalisierung, Finanzmarktkapitalismus und Privatisierung« behandelt.

20.3.2010: Beim IWF bewegt sich was

Der Internationale Währungsfonds scheint aus Fehlern der Vergangenheit lernen zu wollen. Anders ist der Vorstoß des IWF-Chefökonomen Olivier Blanchard kaum zu erklären. Blanchard stellt fest, dass der Markt versagt habe und dass das ökonomische Paradigma der Neoklassik abgelöst gehöre. Mehr dazu hier.

14.3.2010: Neues Buch von Marco van Hees

Marco van Hees hat wieder zugeschlagen. Sein neuestes Werk: »Banques qui pillent, banques qui pleurent«. Mehr Infos zu diesem spannenden Buch gibt es auf seiner persönlichen Internetseite.

26.2.2010: Das Griechenland-Bashing ist unangebracht

Griechenland, immer wieder Griechenland. Die Wirtschaftsnachrichten kennen kaum ein anderes Thema. Und stets ist in diesen Tagen die Kritik an Griechenland heftig. Die Griechen mögen Fehler gemacht haben, keine Frage, aber die harschen Reaktionen sind unbegründet. Tatsächlich sind die wirtschaftlich starken Länder der Eurozone, allen voran Deutschland, in erster Linie für die missliche Lage der Griechen, aber auch der Portugiesen und Spanier, verantwortlich. Gerade die Deutschen haben jahrelang eine neomerkantilistische Politik betrieben. Einer, der — wieder einmal — Klartext redet, ist Heiner Flassbeck. Mehr dazu hier.

14.2.2010: Neues Design für die Webseite

Es war vor einigen Wochen angekündigt worden: Unsere Webseite bekommt ein zeitgemäßes Design. Jetzt ist es endlich soweit: Die Attac-Homepage wurde aufgefrischt. Die neue Webseite ist optimiert für Mozilla Firefox. Es ist gut möglich, dass sich in der derzeitigen Umstellungsphase noch manche Fehler ergeben. Wir bitten um Verständnis.

29.1.2010: Howard Zinn gestorben

Howard Zinn ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Zinn war eine der bedeutendsten Personen der US-amerikanischen Linken. Er schrieb annähernd 50 Bücher über die US-Außenpolitik, die Kriege in Vietnam und Irak sowie die Geschichte des Widerstandes in den Vereinigten Staaten. Er verfaßte Dramen über die Anarchistin Emma Goldman und Karl Marx. Sein bekanntestes Werk ist »Eine Geschichte des amerikanischen Volkes«.

22.1.2010: Opel schließt das Werk in Antwerpen

Die Spatzen haben es lange von den Dächern gepfiffen: Das Opel-Werk in Antwerpen hat keine Zukunft. Seit gestern ist es offiziell: Der krisengeschütteltete Autobauer schließt seine belgische Fabrik. Rund zehntausend Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel. Die Tageszeitung Le Soir führt ein Gespräch mit dem Gewerkschafter Rudi Kennes.

13.1.2010: EU bekennt sich zur Finanztransaktionssteuer

Elf Jahre nach der Gründung von Attac in Frankreich hat die Europäische Union die Gründungsforderung des globalisierungskritischen Netzwerkes nach einer internationalen Finanztransaktionssteuer (»Tobin Tax«) übernommen. Die EU-Mitgliedsstaaten haben den Internationalen Währungsfonds (IWF) aufgefordert, die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Angriff zu nehmen. Das ist ein großer Erfolg für die Attac-Bewegung, erkennt die EU doch die Attac-Position als richtig an. Allerdings muss vor Euphorie gewarnt werden. Die EU lässt sich nämlich eine (gewaltige) Hintertür offen: Sie macht die Einführung der Tobin-Steuer davon abhängig, dass eine solche Steuer global eingeführt wird. Das ist sehr unwahrscheinlich. Möglicherweise spielt die EU nur die Populismus-Karte.